Versorgung von Herzrhythmusstörungen

Von Herzrasen bis Vorhofflimmern: Unsere Therapieangebote im Überblick

Ein unregelmäßiger Herzschlag kann harmlos sein – oder auf eine ernstzunehmende Herzerkrankung hinweisen. Herzrhythmusstörungen entstehen, wenn die elektrische Steuerung des Herzschlags aus dem Takt gerät. Das Herz schlägt zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Manche Betroffene empfinden dies als Herzrasen oder als Herzstolpern. Wichtig ist: Jede Veränderung – sofern sie über einen kurzen Zeitraum hinaus andauert oder wiederholt auftritt – sollte ernst genommen und diagnostich abgeklärt werden.

Schnelle Hilfe bei akuten Herzrhythmusstörungen

Mit Erfahrung und modernster Technologie rundum gut versorgt

Im Eichsfeld Klinikum steht rund um die Uhr ein erfahrenes Team aus Kardiologinnen und Kardiologen bereit, um Patient*innen mit akuten Herzrhythmusstörungen schnell und gezielt zu behandeln. Mit moderner Diagnostik – vom EKG über Langzeitmessungen bis zur Echokardiografie – können wir Rhythmusstörungen sicher erfassen und zwischen harmlosen und gefährlichen Formen unterscheiden.

Zur sicheren Erkennung und gezielten Behandlung von Herzrhythmusstörungen stehen im Herzkatheterlabor des Eichsfeld Klinikums verschiedene moderne Verfahren zur Verfügung:

  • Elektrokardiogramm (EKG) – Basisuntersuchung zur Erkennung von Rhythmusstörungen und akuten Veränderungen am Herzen.
  • Belastungs-EKG – prüft den Herzrhythmus unter körperlicher Belastung und zeigt, ob Herzrasen oder Rhythmusstörungen bei Anstrengung auftreten.
  • Langzeit-EKG – zeichnet den Herzschlag über 24 Stunden oder länger auf, um unregelmäßige oder nur zeitweise auftretende Herzrhythmusstörungen zu erkennen.
  • Transthorakale Echokardiographie (TTE) – Ultraschalluntersuchung des Herzens zur Beurteilung von Herzfunktion und strukturellen Ursachen von Rhythmusstörungen.
  • Transösophageale Echokardiographie (TEE) – spezieller Herzultraschall über die Speiseröhre, z. B. zum Nachweis von Blutgerinnseln bei Vorhofflimmern.
  • Dreidimensionale Echokardiographie (3D-Echo) – ermöglicht eine besonders genaue Darstellung der Herzklappen und Bewegungsabläufe des Herzens.
  • Langzeit-Blutdruckmessung – erfasst den Blutdruckverlauf über 24 Stunden, um Zusammenhänge zwischen Blutdruckschwankungen und Rhythmusstörungen zu erkennen.

Der Herzschrittmacher als gezielte Therapie bei Herzrhythmusstörungen

Wenn das Herz dauerhaft zu langsam schlägt oder die elektrische Reizleitung gestört ist, kann ein Herzschrittmacher den natürlichen Herzrhythmus zuverlässig unterstützen. Das kleine Gerät überwacht den Herzschlag kontinuierlich und gibt bei Bedarf gezielte elektrische Impulse ab, damit das Herz wieder regelmäßig schlägt.

Ein Herzschrittmacher kann Beschwerden wie Schwindel, Schwäche oder Leistungseinbußen deutlich lindern und hilft, den Kreislauf dauerhaft zu stabilisieren. Für viele Patient*innen bedeutet das mehr Sicherheit im Alltag, eine bessere Belastbarkeit und spürbar mehr Lebensqualität. Die modernen Systeme, die wir im Eichfeld Klinikum einsetzen, lassen sich individuell anpassen und bieten eine langfristige, verlässliche Unterstützung.

Häufige Formen von Herzrhythmusstörungen

Herzrasen (Tachykardie)

Das Herz schlägt plötzlich sehr schnell, oft über 100 Mal pro Minute. Ursache können Stress, Aufregung oder eine Fehlsteuerung im Reizleitungssystem sein. Wenn das Herzrasen ohne erkennbaren Grund auftritt oder länger anhält, sollte es ärztlich untersucht werden.

Herzstolpern (Extrasystolen)

Viele Menschen spüren ab und zu ein Stolpern oder Aussetzen des Herzschlags. Meist sind diese Extraschläge harmlos. Wenn sie jedoch häufig auftreten oder mit Schwindel und Schwäche verbunden sind, kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein.

Vorhofflimmern 

Beim Vorhofflimmern schlagen die Vorhöfe unkoordiniert und zu schnell. Das Herz arbeitet dadurch unregelmäßig – Betroffene spüren oft Herzrasen, Unruhe oder Erschöpfung. Unbehandelt kann sich ein Blutgerinnsel bilden, das einen Schlaganfall auslösen kann. Eine rechtzeitige Therapie mit Medikamenten oder gezielten Eingriffen kann das Risiko deutlich senken.

Warum kommt das Herz aus dem Takt?

Normalerweise sorgt ein fein abgestimmtes System aus „Taktgebern“ und Leitungsbahnen dafür, dass unser Herz regelmäßig schlägt. Manchmal gerät dieses System aus dem Gleichgewicht. Auch mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Herzrhythmusstörungen auftreten. Wichtig ist deshalb, auf Warnsignale wie Herzrasen, Herzstolpern oder unregelmäßigen Puls zu achten und sie frühzeitig ärztlich abklären zu lassen. Viele Rhythmusstörungen lassen sich heute gut behandeln – oft genügt schon die Anpassung von Lebensgewohnheiten oder Medikamenten, um das Herz wieder in seinen natürlichen Takt zu bringen.

Häufige Ursachen für Herzrhythmusstörungen

  • Herzerkrankungen wie koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt oder Herzklappenerkrankungen
  • Bluthochdruck und daraus resultierende Veränderungen des Herzmuskels
  • Störungen im Elektrolythaushalt (z. B. Kalium oder Magnesium)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Stress, Schlafmangel oder übermäßiger Koffein- und Alkoholkonsum

Terminvergabe und Sprechzeiten

Sekretariat der Klinik für Innere Medizin II Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit:
Frau Miriam Deppe
Telefon: 03606 76-1169
E-Mail: kardiologie@eichsfeld-klinikum.de

Frau Mechthild Schneemann
Telefon: 03606 76-1192
E-Mail: innere@eichsfeld-klinikum.de

Herzkatheterlabor:
Leitung Sr. Marion Koch
Telefon: 03606 76-1170
E-Mail: herzkatheter@eichsfeld-klinikum.de

Öffnungszeiten Sekretariat:
Montag bis Donnerstag: 07.00 bis 16.00 Uhr
Freitag: 07.00 bis 13.00 Uhr

Besetzung Herzkatheterlabor:
Pflegerische Besetzung täglich von 07.30 bis 16.00 Uhr.

Sprechzeiten | Eichsfeld Klinikum

Ansprechpartner*innen

Dr. med.
Michael Unzicker
Ärztlicher Direktor Klinikum Heiligenstadt I Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Facharzt für speziell internistische Intensivmedizin, Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie, Herzinsuffizienz, MHBA
Haus St. Vincenz Heiligenstadt
Mohammed Baroom
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II - Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Haus St. Vincenz Heiligenstadt
Omar Mohammed Salem Baraeyah
Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin
Haus St. Vincenz Heiligenstadt
Qutaiba Taleb
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II - Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
Haus St. Vincenz Heiligenstadt
Vakhtang Tsinamdzgvrishvili
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II - Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin
Haus St. Vincenz Heiligenstadt
M.Sc. (Univ. Al-Azhar).
Ahmed Mohammed
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie
Haus St. Vincenz Heiligenstadt
Anas Aloumar
Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit
Facharzt für Innere Medizin
Haus St. Vincenz Heiligenstadt