Versorgung der Herzklappeninsuffizienz
Wenn das Herz nicht mehr richtig schließt: Unsere Therapieangebote im Überblick
Eine Herzklappeninsuffizienz gehört zu den häufigsten Formen einer Herzklappenerkrankung. Dabei schließen eine oder mehrere Herzklappen nicht mehr vollständig. Die Folge: Ein Teil des Blutes fließt in die falsche Richtung zurück, statt gezielt durch den Körper gepumpt zu werden. Das Herz muss deutlich mehr arbeiten, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten. Auf Dauer kann das zu einer Überlastung des Herzmuskels und zu einer Herzschwäche führen. Umso wichtiger ist es, erste Warnzeichen ernst zu nehmen und frühzeitig ärztlich abklären zu lassen. Modernste Therapien, wie wir sie anbieten, können helfen, Folgeschäden zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten.
Warum eine frühe Diagnose entscheidend ist
Herzklappenerkrankungen rechtzeitig erkennen und behandeln
Viele Menschen leben lange mit einem unentdeckten Herzklappenfehler, weil Beschwerden erst spät auftreten. Gerade deshalb sind Vorsorge, Aufmerksamkeit für erste Symptome und eine frühzeitige Diagnostik so wichtig. Wird eine Herzklappeninsuffizienz rechtzeitig erkannt, lässt sich der Krankheitsverlauf in vielen Fällen gut beeinflussen. Moderne Therapien bieten heute sehr gute Möglichkeiten, Herzklappenfehler schonend und erfolgreich zu behandeln – damit das Herz dauerhaft leistungsfähig bleibt.
Verdacht auf Herzklappenfehler? Zügig abklären lassen!
Mit Erfahrung und modernster Herzmedizin rundum gut versorgt
Im Eichsfeld Klinikum stehen wir Patient*innen mit Verdacht auf eine Herzklappeninsuffizienz mit einem erfahrenen Team aus Kardiolog*innen zur Seite. Im Diagnoseverfahren lässt sich schnell feststellen, welche Herzklappe betroffen ist, wie stark die Funktionsstörung ausgeprägt ist und ob eine Behandlung notwendig wird.
Zur sicheren Erkennung und gezielten Behandlung einer möglichen Herzklappeninsuffizienz stehen im Herzkatheterlabor des Eichsfeld Klinikums verschiedene moderne Verfahren von EKG über Ultraschall bis zu bildgebenden Verfahren zur Verfügung:
- Elektrokardiogramm (EKG) – erfasst Herzrhythmus und mögliche Belastungszeichen des Herzens
- Belastungs-EKG – zeigt, wie das Herz unter körperlicher Belastung arbeitet und ob Beschwerden zunehmen
- Langzeit-EKG – hilft, zusätzliche Herzrhythmusstörungen zu erkennen
- Transthorakale Echokardiographie (TTE) – wichtigste Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Herzklappen, Blutfluss und Herzfunktion
- Transösophageale Echokardiographie (TEE) – ermöglicht eine besonders genaue Darstellung der Herzklappen über die Speiseröhre
- Dreidimensionale Echokardiographie (3D-Echo) – liefert präzise Bilder zur Planung von Eingriffen
- Herzkatheteruntersuchung – kann ergänzend notwendig sein, um Druckverhältnisse und Begleiterkrankungen zu beurteilen
- Kardio-MRT oder CT – kommen bei speziellen Fragestellungen zur detaillierten Darstellung der Herzstrukturen zum Einsatz
Was ist eine Herzklappeninsuffizienz?
Mögliche Symptome für Herzklappenfehler
- Atemnot – zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe
- Schnelle Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit
- Herzklopfen oder Herzrasen
- Schwindel oder Unsicherheitsgefühl
- Druck- oder Engegefühl in der Brust
- Wassereinlagerungen in Beinen oder Füßen
- Nächtlicher Husten oder Atemprobleme im Liegen
Wichtig ist: Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Eine genaue kardiologische Abklärung schafft Sicherheit.
Warum eine frühe Diagnose entscheidend ist
Herzklappenerkrankungen rechtzeitig erkennen und behandeln
Viele Menschen leben lange mit einem unentdeckten Herzklappenfehler, weil Beschwerden erst spät auftreten. Gerade deshalb sind Vorsorge, Aufmerksamkeit für erste Symptome und eine frühzeitige Diagnostik so wichtig. Wird eine Herzklappeninsuffizienz rechtzeitig erkannt, lässt sich der Krankheitsverlauf in vielen Fällen gut beeinflussen. Moderne Therapien bieten heute sehr gute Möglichkeiten, Herzklappenfehler schonend und erfolgreich zu behandeln – damit das Herz dauerhaft leistungsfähig bleibt.
Häufige Ursachen einer Herzklappenerkrankung
Eine Herzklappeninsuffizienz kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Oft entstehen Herzklappenfehler durch altersbedingte Veränderungen oder durch andere Herzerkrankungen.
Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Verschleiß und Verkalkung der Herzklappen im höheren Lebensalter
- Entzündungen der Herzklappen (Endokarditis)
- Folgen eines Herzinfarkts oder einer Herzschwäche
- Bluthochdruck mit dauerhafter Belastung des Herzens
- Angeborene Fehlbildungen der Herzklappen
- Bindegewebserkrankungen
- Erweiterung der Herzkammern oder der Hauptschlagader
Eine Herzklappeninsuffizienz ist eine Form des Herzklappenfehlers, bei der eine oder mehrere Herzklappen nicht mehr vollständig schließen. Dadurch fließt Blut in die falsche Richtung zurück, und das Herz muss mehr arbeiten. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann sie das Herz auf Dauer belasten und zu einer Herzschwäche führen.
Ja, viele Menschen leben mit einer Herzklappenerkrankung über lange Zeit gut und beschwerdearm. Voraussetzung ist eine frühzeitige Diagnose, regelmäßige Kontrollen und – falls nötig – eine passende Behandlung. So lassen sich Folgeschäden oft vermeiden.
Nein, nicht jede Herzklappeninsuffizienz muss sofort behandelt werden. Leichte Formen werden oft zunächst regelmäßig kontrolliert. Entscheidend sind Beschwerden, der Schweregrad und die Auswirkungen auf die Herzfunktion. Erst wenn die Belastung für das Herz zunimmt, wird eine gezielte Therapie notwendig.
Typische Symptome sind Atemnot, schnelle Erschöpfung, Herzklopfen, Schwindel oder ein Druckgefühl in der Brust. Viele Beschwerden entwickeln sich schleichend. Gerade deshalb ist es wichtig, auch vermeintlich leichte Veränderungen frühzeitig ärztlich abklären zu lassen.
Die Behandlung richtet sich nach der betroffenen Herzklappe und dem Ausmaß der Erkrankung. Möglich sind regelmäßige Kontrollen, Medikamente zur Entlastung des Herzens, kathetergestützte Verfahren oder operative Eingriffe. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und das Herz langfristig zu schützen.
Die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf eine Herzklappenerkrankung ist der Ultraschall bzw. in diesem Fall der Herzultraschall (Echokardiographie). Ergänzend können EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG oder eine Herzkatheteruntersuchung sinnvoll sein. So lässt sich genau beurteilen, welche Herzklappe betroffen ist und wie stark die Undichtigkeit ausgeprägt ist.
Terminvergabe und Sprechzeiten
Sekretariat der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit:
Frau Miriam Deppe
Telefon: 03606 76-1169
E-Mail: kardiologie@eichsfeld-klinikum.de
Frau Mechthild Schneemann
Telefon: 03606 76-1192
E-Mail: innere@eichsfeld-klinikum.de
Herzkatheterlabor:
Leitung Sr. Marion Koch
Telefon: 03606 76-1170
E-Mail: herzkatheter@eichsfeld-klinikum.de
Öffnungszeiten Sekretariat:
Montag bis Donnerstag: 07.00 bis 16.00 Uhr
Freitag: 07.00 bis 13.00 Uhr
Besetzung Herzkatheterlabor:
Pflegerische Besetzung täglich von 07.30 bis 16.00 Uhr.