Therapie bei Herzschwäche
Eine Herzinsuffizienz früh erkennen und gezielt therapieren
Die Herzschwäche – medizinisch: Herzinsuffizienz – ist eine häufige chronische Herzerkrankung. Dabei ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Viele Betroffene bemerken erste Beschwerden zunächst nur im Alltag: Treppensteigen fällt schwerer, die Belastbarkeit nimmt ab, die Erholung dauert länger. Eine frühzeitige Diagnose ist deshalb entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen und die Lebensqualität zu erhalten.
Wie entsteht eine Herzschwäche?
Das Herz arbeitet Tag für Tag wie eine leistungsstarke Pumpe. Bei einer Herzinsuffizienz ist diese Pumpfunktion eingeschränkt: Das Herz zieht sich nicht mehr kräftig genug zusammen oder füllt sich nicht mehr ausreichend mit Blut. Dadurch gelangen weniger Sauerstoff und Nährstoffe in Organe und Gewebe. Um die verminderte Leistung auszugleichen, versucht der Körper gegenzusteuern: Das Herz schlägt schneller, die Gefäße verengen sich, Flüssigkeit wird im Körper zurückgehalten. Kurzfristig hilft das – langfristig führt es jedoch dazu, dass das Herz zusätzlich belastet wird und sich die Herzschwäche weiter verschlechtert.
Typische Symptome für Herzschwäche
Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend. Viele Menschen führen erste Veränderungen auf Alter, Stress oder mangelnde Fitness zurück. Gerade deshalb ist es wichtig, auf frühe Anzeichen zu achten.
Herzschwäche kann sich durch folgende Symptome bemerkbar machen:
- Atemnot bei körperlicher Belastung – später auch in Ruhe
- Schnelle Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit
- Wassereinlagerungen in Beinen, Knöcheln oder Füßen
- Nächtlicher Harndrang
- Nächtlicher Husten oder Luftnot im Liegen
- Herzklopfen oder unregelmäßiger Puls
- Konzentrationsprobleme und allgemeine Schwäche
- Plötzliche Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerungen
Vor allem bei älteren Menschen können die Symptome unspezifisch sein. Wer Veränderungen früh bemerkt, kann Folgeschäden oft vermeiden.
Diagnostik und Therapie im Eichsfeld Klinikum
Eine Herzinsuffizienz ist heute gut behandelbar – vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt. Mit modernen Therapien können wir Beschwerden lindern, lange Krankenhausaufenthalte vermeiden und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Wichtig ist: Eine Herzschwäche bedeutet nicht automatisch einen Verlust an Lebensqualität. Mit einer individuell abgestimmten Herzinsuffizienz-Therapie, regelmäßigen Kontrollen und einem bewussten Lebensstil lässt sich der Alltag oft über viele Jahre aktiv und selbstbestimmt gestalten. Sie dürfen darauf vertrauen: Im Eichsfeld Klinikum steht für Sie im Fall einer Erkrankung ein erfahrenes kardiologisches Team bereit. Ziel ist es, die Ursache der Herzinsuffizienz früh zu erkennen, den Schweregrad genau einzuschätzen und eine individuell passende Behandlung einzuleiten.
Diagnostik
- Ruhe- und Belastungs-EKG – zur Beurteilung von Herzrhythmus und Belastbarkeit
- Langzeit-EKG – zur Erkennung von Rhythmusstörungen
- Herzultraschall– wichtigste Untersuchung zur Beurteilung der Herzfunktion
- Laboruntersuchungen – z. B. zur Bestimmung herzrelevanter Blutwerte
- Herzkatheteruntersuchung – bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen oder Begleiterkrankungen
- Kardio-MRT – bei speziellen Fragestellungen zur Herzstruktur
Therapie
- Medikamentöse Therapie – zur Entlastung des Herzens und Verbesserung der Pumpleistung
- Individuelle Einstellung von Blutdruck- und Herzmedikamenten
- Entwässernde Medikamente bei Flüssigkeitseinlagerungen
- Behandlung von Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes
- Herzinsuffizienz-Therapie mit Herzschrittmacher oder Defibrillator – wenn notwendig
- Beratung zu Bewegung, Ernährung und herzgesundem Lebensstil
- Regelmäßige Verlaufskontrollen zur Anpassung der Therapie
Häufige Ursachen einer Herzschwäche
Eine Herzschwäche ist meist nicht die eigentliche Ursache, sondern die Folge anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder dauerhafter Belastungen des Herzens. Zu den häufigsten Ursachen zählen die Koronare Herzkrankheit und frühere Herzinfarkte, langjähriger Bluthochdruck, weitere Erkrankungen des Herzens sowie Diabetes mellitus oder chronische Nierenerkrankungen. Auch der Lebenswandel kann die Entwicklung einer Herzschwäche begünstigen. Hier spielen Faktoren wie starkes Übergewicht, Rauchen oder Alkohol- bzw. Medikamentenmissbrauch eine Rolle. Je früher diese Risikofaktoren erkannt und behandelt werden, desto besser lässt sich das Risiko für eine Herzschwäche senken.
Ja, angepasste Bewegung ist oft sogar wichtig. Leichte bis moderate körperliche Aktivität kann das Herz-Kreislauf-System stärken und die Belastbarkeit verbessern. Wichtig ist jedoch, dass Art und Umfang der Belastung ärztlich abgestimmt werden – besonders bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz.
Ja, in vielen Fällen lassen sich Beschwerden durch eine gezielte Herzschwäche Behandlung deutlich lindern. Je nach Ursache kann sich die Herzfunktion sogar teilweise erholen. Entscheidend sind eine frühe Diagnose, eine konsequente Therapie und regelmäßige ärztliche Kontrollen.
Es gibt keinen Unterschied: Herzschwäche ist der gebräuchliche Begriff, Herzinsuffizienz der medizinische Fachausdruck. Gemeint ist, dass das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sich ihr Verlauf beeinflussen.
Typische Symptome für Herzschwäche sind Atemnot, schnelle Erschöpfung, verminderte Belastbarkeit, Wassereinlagerungen in Beinen oder Füßen, nächtlicher Husten oder ein Druckgefühl in der Brust. Auch ein plötzlicher Leistungsabfall oder unerklärliche Gewichtszunahme können Hinweise sein und sollten abgeklärt werden.
Die Herzinsuffizienz-Therapie wird individuell auf Ursache und Schweregrad abgestimmt. Dazu gehören meist Medikamente zur Entlastung des Herzens, die Behandlung von Begleiterkrankungen, regelmäßige Kontrollen in Ihrer kardiologischen Praxis und Empfehlungen zu Bewegung und Lebensstil. In bestimmten Fällen kann die Herzinsuffizienz-Therapie durch spezielle Systeme wie einen Herzschrittmacher ergänzt werden – etwa dann, wenn die Herzleistung deutlich eingeschränkt ist oder zusätzliche Herzrhythmusstörungen bestehen.
Zur Diagnose einer Herzinsuffizienz gehören in der Regel ein Gespräch zu den Beschwerden, eine körperliche Untersuchung, EKG, Herzultraschall und Blutuntersuchungen – insbesondere auf herzrelevante Werte wie BNP oder NT-proBNP. Je nach Befund können weitere Untersuchungen ergänzt werden.
Terminvergabe und Sprechzeiten
Sekretariat der Klinik für Innere Medizin II – Kardiologie, Schlafmedizin und Stroke Unit:
Frau Miriam Deppe
Telefon: 03606 76-1169
E-Mail: kardiologie@eichsfeld-klinikum.de
Frau Mechthild Schneemann
Telefon: 03606 76-1192
E-Mail: innere@eichsfeld-klinikum.de
Herzkatheterlabor:
Leitung Sr. Marion Koch
Telefon: 03606 76-1170
E-Mail: herzkatheter@eichsfeld-klinikum.de
Öffnungszeiten Sekretariat:
Montag bis Donnerstag: 07.00 bis 16.00 Uhr
Freitag: 07.00 bis 13.00 Uhr
Besetzung Herzkatheterlabor:
Pflegerische Besetzung täglich von 07.30 bis 16.00 Uhr.