Allgemeine Urologie

Sowohl in unserer Urologie in Reifenstein als auch in den verbundenen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), an denen Sie nach Möglichkeit vor Ort durch erfahrene Fachärzt*innen für Urologie behandelt oder im Bedarfsfall zu uns überweisen werden, bieten wir ein breites Spektrum an urologischen Behandlungen an. Viele davon lassen sich problemlos ambulant durchführen.

Steinbehandlung

Harnsteine werden je nach Größe, Lage und Beschwerden im Rahmen einer multimodalen Strategie von außen bzw. endoskopisch behandelt. Schnittoperationen sind nur sehr selten erforderlich. In unserem Steinzentrum bieten wir mit modernsten diagnostischen und therapeutischen Methoden und einer 24-stündigen Notfallversorgung das volle Spektrum in moderner Steintherapie an.

Stoßwellen­behandlung

  • Medizinischer Fachbegriff: ESWL = extrakorporale Stoßwellenlithotripsie
  • Stoßwellenbehandlung von Nierensteinen zur Steinzertrümmerung von außen

Ureterorenoskopie (URS)

  • Harnleiter- oder Nierenbeckenspiegelung zur Steinentfernung auch unter Einsatz eines Lasers zur Zertrümmerung der Steine im Harnleiter
  • Nach Möglichkeit werden die Steine ohne vorherige Harnleiterschienung (Prostanting) als Primär-URS behandelt

Flexible URS

  • Schonende Harnleiter- und Nierenbeckenkelchsystemspiegelung (zur Tumorsuche oder Steinentfernung) mittels modernster flexibler Einmal-URS-Gerät

Blasenstein­zertrümmerung und- entfernung

  • Medizinischer Fachbegriff: Blasensteinlithotripsie
  • Endoskopische Blasensteinzertrümmerung und- entfernung durch die Harnröhre unter Einsatz eines Lasers oder modernste Steinzertrümmungsgeräten der neuesten Generation (Lithoclast Master Trilogy)

„Schlüsselloch­chirurgie“

  • Laparoskopische Entfernung größerer Harnleitersteine

 

PCNL (Percutane Nephro­­litholapaxie)

  • Endoskopische Stein­zertrümmerung (mittels Ultraschallsonde oder Laser) und- entfernung aus der Niere durch die Haut nach Nierenpunktion (minimal-invasiv) und mit modernem Steinzertrümmerungsgerät Lithoclast Master Trilogy

Sectio alta

  • Sehr große Blasensteine werden durch eine Schnittoperation entfernt, meist im Rahmen einer Prostataoperation bei Prostatavergrößerung

Stoffwechselanalyse

  • Zur Klärung der Ursache und Einleitung einer Steinmetaphylaxe (vorbeugende Maßnahmen)
  • Bei Nebenschilddrüsenüberfunktion (Hyperparathyreoidismus) als Ursache der Steinbildung erfolgt die Nebenschilddrüsenentfernung in der chirurgischen Abteilung unseres Hauses, die eine besondere Expertise auf dem Gebiet der Schilddrüsenchirurgie besitzt

Diagnose und Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung

Viele Männer in Deutschland leiden unter diesem Krankheitsbild, das sich unter anderem durch einen schwachen Harnstrahl,  längere andauernde Miktion und häufigere Harnwegsinfektionen äußert. Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) ist nicht lebensbedrohlich und lässt sich in einem frühen Stadiuml medikamentös und später auch operativ behandeln. Standard ist die sogenannte TUR-Prostata (transurethrale Prostataresektion). Dabei wird eine Prostataabhobelung per Elektroresektion (ohne Schnitt) durch die Harnröhre vorgenommen. Diese weiteren Verfahren bieten wir in unserer Abteilung Urologie an:

AquaBeam

  • Das innovative AquaBeam-Verfahren kommt in Deutschland bislang nur in wenigen Kliniken zum Einsatz. Dabei wird das vergrößerte Prostatagewebe robotergestützt und mit Hilfe eines Hochdruckwasserstrahls durch die Harnröhre abgetragen. Die schnelle und sanfte Methode kommt ohne Schnitt und ohne Hitzeeinwirkung aus.

Prostata-Laserung

  • Hierbei wird die Prostata durch die Harnröhre mit dem LASER verkleinert und abgetragen. Unsere Urologie besitzt einen Revolix-Duo-LASER („Red light Laser“).

Ausschälung der Prostata

  • Medizinischer Fachbegriff: Suprapubische Prostataadenomenukleation
  • Bei einer sehr großen Prostata wird diese durch einen Bauchschnitt ausgeschält. Dieser Eingriff kann auch gleichzeitig zur Entfernung von Blasensteinen genutzt werden und ist in ausgewählten Fällen auch minimal-invasiv möglich.

Endoskopische Enukleation

  • Diese Methode erfolgt mittels Laser (THULEP) oder bipolarem Strom als Alternative zur offenen Adenomenukleation.

Schlitzung der narbigen Blasenhalsverengung 

  • Nach Turner / Warwick
  • Die narbige Blasenhalsenge (nach früherer Prostatoperation) wird endoskopisch durch die Harnröhre geschlitzt.

Prostata-Stentimplantation

  • In sehr seltenen Fällen, z. B. bei schwer Erkrankten, denen eine o. g. Operation nicht zugemutet werden kann, bieten wir als alternative Behandlung eine Prostata-Stentimplantation oder Blasenableitung mittels Bauchdeckenkatheters (suprapubischer Blasenkatheter) an.

 

Ambulante Operationen

  • Vorhautbeschneidung (Zirkumzision)
  • Orchidopexien ( Fixierung des Hodens im Hodensack)
  • Wasserbruchoperationen (Hydrozelenoperationen)
  • Vorhautlösung bei Vorhautverklebung (Präputiolyse)
  • Vorhautbändchen-Verlängerungs-Plastik (Frenulumplastik) bei zu kurzem Vorhautbändchen
  • Wechsel von Nierenfistelkathetern
  • Wechsel von Harnleiterschienen
  • Verödung von Krampfadern am Hodensack (Varikozelensklerosierung) in örtlicher Betäubung
  • Laserbehandlung von Warzen am äußeren Genitale, z. B. Laserung von Condylomen
  • ESWL: Stoßwellenbehandlung der Nierensteine zur Steinzertrümmerung von außen
  • Fersenspornbehandlung (ESWT) mittels Stoßwellentherapie (auf Anfrage)
  • Prostatastanzbiopsie: Probeentnahme aus der Prostata bei Verdacht auf Prostatakrebs über den Enddarm

Therapie von Harnabflussstörungen bei Harnleiterengen

Eine Harnleiterenge äußert sich symptomatisch sehr unterschiedlich, z. B. durch Flankenschmerzen, die auch in Richtung Leiste und Genitalbereich ausstrahlen, oder durch Übelkeit und Fieber. Je nach Ursache und je nachdem, ob chronisch oder akut verläuft sie zum Teil aber auch völlig symptomlos und wird dann meist zufällig durch veränderte Parameter in den Blutwerten entdeckt. Eine Harnleiterenge kann zu ernsten Schäden der Nieren und Nierenschmerzen führen und sollte deshalb in jedem Fall behandelt werden. Diese Therapieverfahren bieten wir an:

Harnleiter­dauerschienung

  • Bei Harnleiterengen im Rahmen von Tumorerkrankungen durch Harnleiterkompression (z. B. gynäkologische Tumore, Darmtumore, bei vorheriger Bestrahlung), wenn weitere operative Maßnahmen nicht infrage kommen

Allium­harnleiter­stent­implantation

  • In seltenen Fällen bei kurzstreckigen Harnleiterengen Implantation von Dauerharnleiterstents (Alliumstents), die meist für mehr als ein Jahr verbleiben können

Thermostents

  • Memokath-Harnleiterstents (Thermostents) bei langstreckiger Harnleiterenge werden in ausgewählten Fällen sogenannte Memokath-Stents aus Metall zum dauerhaften Verbleib implantiert

Harnleiter­neueinpflanzung

  • In die Blase (u. a. Boari-Plastik bzw. Psoas-hitch)

Harnleiterersatz

  • Harnleiterersatz mit Darminterponat

Therapie bei Verengung der Harnröhre

Harnröhrenschlitzung

  • Medizinischer Fachbegriff: Urethrotomia interna
  • Harnröhrenschlitzung bei Harnröhrenengen sowohl endoskopisch unter Sicht (Urethrotomia interna nach Sachse) als auch ohne Sicht (Urethrotomie nach Otis)

Laserbehandlung

  • In speziellen Fällen Harnröhrenschlitzung per Laserstrahl

Meatusplastik

  • Rekonstruktion und Beseitigung der äußeren Harnröhrenmündungsenge

Harnröhrenstent

  • Medizinischer Fachbegriff: Alliumstentimplantation
  • In sehr seltenen Fällen und bei Menschen mit erhöhtem operativen Risiko und rezidivierenden Harnröhrenengen setzen wir einen Harnröhrenstent

Harnröhrenplastik

  • Mit Mundschleimhaut (bei rezidivierenden Harnröhrenengen wird unter Verwendung der Mundschleimhaut die Enge beseitigt)

Hilfe bei Impotenz

Impotenz (Erektile Dysfunktion) kann viele verschiedene Ursachen haben – von der durch Faktoren wie Stress, Angst oder Sorgen ausgelösten „psychischen Impotenz“ bis hin zu Krankheiten wie Gefäßverkalkungen oder Diabetes. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit für eine ausführliche Diagnostik und Beratung, um die Potenzstörung danach gezielt behandeln zu können. Die Behandlung erfolgt je nach Diagnose entweder medikamentös oder operativ durch eine Penisprothesenimplantation.

Behandlung von genitalen Erkrankungen

Vom Beschnitt der Vorhaut bis hin zu Korrekturen von Peniskrümmungen – viele Erkrankungen oder störende Veränderungen im Bereich des männlichen Genitals lassen sich schon durch kleine Eingriffe beheben. In unserer Urologie haben wir uns auf folgende Verfahren spezialisiert:

Zirkumzision

  • Beschneidung der Vorhaut bei Vorhautenge (Phimose), auch bei Kindern

Korrekturen des Vorhaut­bändchens  

  • Korrektur eines verkürzten Vorhautbändchens mittels Frenulumplastik

Warzen­behandlung

  • Entfernung von Warzen an der äußeren Genitale (z. B. Condylomentfernung) mittels Laser

Behandlung von Hoden­krampfadern

  • Medizinischer Fachbegriff: Varikozelen
  • Durch Schlüssellochchirurgie laparoskopisch oder mittels Verödung in örtlicher Betäubung (Varikozelensklerosierung)

Korrektur bei Penis­verkrümmung

  • Medizinischer Fachbegriff: Penisdeviation
  • Mit oder ohne IPP (Induratio penis plastica) durch Penisbegradigung nach NESBIT oder mittels Interponat

Fixation des Hodens im Hodensack

  • Medizinischer Fachbegriff: Orchidopexie
  • Z.B. nach Hodenverdrehung (Hodentorsion)

Wasserbruch­operationen

  • Medizinicsher Fachbegriff: Hydrozelenoperation
  • Bei vermehrter Flüssigkeitsansammlung um den Hoden, über einen Schnitt am Hodensack

Nebenhoden­zysten

  • Medizinicsher Fachbegriff: Spermatozelenentfernung
  • Bei Zysten am Hoden
  • Entnahme der Hoden und Nebenhoden einschließlich der Spermatozele aus dem Hodensack

Kontakt und Terminvergabe

Keine Einweisung vorhanden?

Bevor eine Aufnahme an unseren Klinikstandorten erfolgen kann, benötigen Sie eine Einweisung aus Ihrer urologischen Praxis.

Für die Klinik für Urologie und Kinderurologie stehen Ihnen unsere Ärzt*innen in unseren Medizinischen Versorgungszentren in Dingelstädt, Mühlhausen und Arenshausen für die Untersuchung, Behandlung und (falls notwendig) Einweisung zur Verfügung.

Für die Terminvergabe melden Sie sich bitte direkt in unseren MVZs an den entsprechenden Standorten.

Einweisung ins Krankenhaus

Liegt Ihnen bereits eine Einweisung aus Ihrer urologischen Praxis vor?

Für die Terminvergabe bei einer vorliegenden Einweisung können Sie sich telefonisch an das Sekretariat unserer Klinik für Urologie und Kinderurologie in Reifenstein wenden.

Sekretariat und Terminvergabe:
Julia Großheim
Telefon: 036076 99-3294
E-Mail: urologie@eichsfeld-klinikum.de